Wachsende Rolle des Raaberbahn-Netzes im europäischen Schienengüterverkehr

Über die Strecke der Raaberbahn AG verläuft eine der Hauptachsen des europäischen Schienengüterverkehrskorridors Orient/Östliches Mittelmeer (RFC7). Das Netz der Raaberbahn bekommt zukünftig eine verstärkte Bedeutung im Güterverkehr auf der Schiene, da der Korridor ab Juni 2018 durch den Einstieg der DB Netz AG auf mehr als 9.000 km Länge angewachsen ist.

Somit verbindet dieser im September 2011 eingerichtete Korridor in Zukunft acht Länder miteinander, nämlich Deutschland, Tschechien, Österreich, die Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Griechenland. Über die Hauptknotenpunkte Wilhelmshaven / Bremerhaven / Hamburg und Achsen Rostock-Dresden-Praha -Wien / Bratislava-Budapest-Vidin-Sofia-Thessaloniki-Athen-Patras sowie Budapest-Bukarest-Constanta und Sofia-Plovdiv-Svilengrad schafft er eine weitläufige Verbindung zwischen der Ägäis und dem Schwarzen Meer mit Bremerhaven und Wilhelmshaven sowie Hamburg und Rostock.

Mit der EU-Verordnung 913/2010 wurden neun Schienengüterverkehrskorridore entlang europäischer Verkehrsachsen eingerichtet. Diese Schienengüterverkehrskorridore bieten einen einfachen und raschen Zugang zur Schieneninfrastruktur für Eisenbahnverkehrsunternehmen entlang eines gesamten Korridors. Der Corridor One-Stop Shop steht den Kunden als einzige Anlaufstelle bei Kapazitätsanfragen sowie bei Trassenbestellungen zur Verfügung.