Die Raaberbahn erweitert Ihre Fahrzeugflotte

Die Raaberbahn erweitert Ihre Fahrzeugflotte. Drei von acht neuen Ventus-Zügen stehen ab 04. Oktober 2021 den Reisenden zwischen Deutschkreutz und Wien zur Verfügung, weitere fünf Garnituren folgen im Frühjahr 2022. 

Drei von acht neuen Ventus-Zügen stehen ab 04. Oktober 2021 den Reisenden zwischen Deutschkreutz und Wien zur Verfügung, weitere fünf Garnituren folgen im Frühjahr 2022.

Ein weiterer grundlegender Meilenstein für die burgenländischen Pendler:innen wurde am 28. September 2021 mit der feierlichen Inbetriebnahme der neuen Ventus-Züge verankert. Besonderes Highlight: einer der Züge wurde mit einem großen 100-Jahre-Burgenland-Logo foliert. 

Im Rahmen der neuen Verkehrsdiensteverträge wurden vom Bundesministerium für Klimaschutz und Verkehrsverbund Ost-Region umfangreiche Verkehrsleistungen bestellt. Für diese Verbindungen verstärkt die Raaberbahn ihre eigene Fahrzeugflotte um insgesamt acht Ventus-Züge. Mit 28. September 2021 werden die ersten drei neuen gelb-grünen Fahrzeuggarnituren feierlich in Betrieb genommen und mit 4. Oktober 2021 auf der Strecke Deutschkreutz – Wien sowie im Großraum Wien bis Bratislava eingesetzt. 

„Für die Fahrgäste bringen die neuen Züge ausgebauten Komfort mit sich, wie Komfortsitze, WLAN und Klimaanlage, große Bildschirme für optimale Fahrgastinformation, modernste Ausstattung im gesamten Zug sowie Barrierefreiheit und starke Farbkontraste für Menschen mit Sehbehinderung. Technisch punktet der gelb-grüne Desiro ML mit einer Länge von 75 Metern und einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 160 km/h sowie einer raschen Beschleunigung. Die Unterstützung des Bundesministeriums für Klimaschutz und des Land Burgenlandes ermöglicht es uns, die Raaberbahn stetig weiterzuentwickeln und umweltfreundlicher auszustatten", freut sich Generaldirektor-Stvin. Dr. Hana Dellemann. 

Um den Schienenverkehr für die Zukunft aufrecht zu erhalten, sind ausreichende und kontinuierliche Investitionen notwendig. Die Finanzierung der Züge erfolgt durch die UniCredit Leasing (Austria) GmbH. Darüber hinaus hat das Land Burgenland eine Haftung übernommen. 

„Dem Wunsch vieler Pendler, möglichst schnell, komfortabel und klimafreundlich in die Ballungszentren zu kommen, wird mit den neuen Zügen entgegengekommen“, betont Landeshauptmann Hans Peter Doskozil. „Gleichzeitig freut es mich, dass mit dieser Investition in die Raaberbahn regionale Arbeitsplätze im Burgenland langfristig abgesichert werden. Das ist gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wichtig. Daher sind wir mit im Boot, wenn es darum geht, lokales Know-how in Wulkaprodersdorf bei der Eisenbahn zu unterstützen. Die Raaberbahn und das Burgenland haben eine gemeinsame Geschichte, die eng miteinander verbunden ist. Das zeigt auch das Branding auf dem neuen Zug mit dem Logo 100 Jahre Burgenland.“
Gefertigt wurden die gelb-grünen Ventus-Züge durch Siemens Mobility Austria. Zuletzt wurde der Innenausbau der Garnituren samt der gesamten technischen Ausrüstung durch die ÖBB Technische Services GmbH in der Werkstätte in Wien Jedlersdorf durchgeführt.  Eine ausschlaggebende Rolle in der Beschaffung spielten auch heimische Klein- und Mittelunternehmen als Lieferanten. 

„Mit diesen Aufträgen wurde nicht nur eine signifikante Wertschöpfung in Österreich erzeugt, sondern vor allem die Bahn als Verkehrsmittel der Zukunft abermals ins Rampenlicht gerückt. Innovativ und nachhaltig, ist die Bahn das Rückgrat des klimafreundlichen Verkehrs. Sie stellen eine Investition in die Lebensqualität der gesamten Region dar.“ so Generalssekretär DI Herbert Kasser, Bundesministerium für Klimaschutz. 
„Moderne und sichere Züge gewährleisten burgenländischen Pendlerinnen und Pendlern ein sicheres und bequemes Reisen mit der Bahn. Mit der Erweiterung der Fahrzeugflotte wird der öffentliche Verkehr im Burgenland für Reisende noch attraktiver“, ergänzt Verkehrslandesrat Mag. Heinrich Dorner.

„Die modernen Züge stärken die Wirtschaftlichkeit der Raaberbahn und locken mit ihrem hohen Komfort mehr Fahrgäste auf die umweltfreundliche Schiene. Sie vereinen Wirtschaftlichkeit mit Klimaschutz, gleichzeitig sind neuen Züge ein konkreter Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel,“ so CEO der Siemens Mobility Austria, Dr. Arnulf Wolfram.
Die neu gelieferten Fahrzeuge sind mit einer Vorrüstung für die Batteriehybridtechnologie ausgerüstet. Das bedeutet, dass sie jederzeit auf hybride Batterietechnik umgerüstet werden können. Zukünftig könnten die gelb-grünen Ventus-Züge damit auch auf nichtelektrifizierten Strecken als emissionsfreie Alternative zum Einsatz kommen: zukunftsweisend und sicher.